BIO

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Pictured as Rigoletto with Michael Ha (Duca), Photo: Volker Beinhorn

BIOGRAFIE

Der niederländische Bariton Peter Bording erhielt Gesangsunterricht von Jan Handerson.

Sein Operndiplom absolvierte er cum laude am Sweelinck Conservatorium Amsterdam und er vollendete sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama, London.
Sein Repertoire umfasst sämtliche Gattungen des Musiktheaters.

Auf der Opern-Bühne sang er mit großem Erfolg die Titelpartien in Il barbiere di Siviglia und Pelléas et Mélisande bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien, an der Staatsoper Stuttgart, der Staatsoper Hannover, der Oper Graz, dem Staatstheater Braunschweig, am Aalto-Musiktheater in Essen, bei der Nederlandse Reisopera und im Koninklijk Concertgebouw in Amsterdam.
Er sang Papageno 
(Die Zauberflöte) in zahlreichen Inszenierungen, Guglielmo (Così fan tutte), Nardo (La finta giardiniera) und einen aufsehenerregenden Grafen Almaviva in Nicholas Broadhursts Inszenierung von Le nozze di Figaro unter Marc Albrecht.

Nach erfolgreichen Auftritten als Werner Egks Peer Gynt und als John Proctor in Robert Wards The Crucible (Hexenjagd) am Staatstheater Braunschweig, wendet er sich auch einem schwereren Repertoire zu und verkörperte die Titelpartie in Von Einems Dantons Tod und Scarpia (Tosca) am Opernhaus des Theaters Magdeburg sowie Rigoletto, Tonio (Pagliacci) und Alfio (Cavalleria rusticana) in Braunschweig.
Weitere wichtige Partien seines Repertoires sind Marcello (La bohème), Silvio (Pagliacci), Germont (La traviata), Malatesta (Don Pasquale), Enrico (Lucia di Lammermoor), Riccardo (I puritani), Valentin (Faust), Albert (Werther) und Ramiro (L’heure espagnole).

 

Darüber hinaus widmet der Bariton sich der zeitgenössischen Musik. Er kreierte Hauptpartien in Peter Eötvös' Lady Sarashina, Michael Jarrells Galilée und Sandeep Bagwathi's Ramanujan bei Uraufführungen in Lyon, Paris, Genf und der Münchener Biennale.

 

Aufgewachsen mit Operette ist Peter Bording ein sehr gefragter Darsteller der klassischen Partien dieses Repertoires.

Er spielte Danilo (Die lustige Witwe), Eisenstein (Die Fledermaus) oder Edwin (Die Csárdásfürstin) weltweit in über 25 verschiedenen Produktionen und ist ebenso erfolgreich in Musicalklassikern von  Bernstein (West Side Story, Candide), Kern (Show Boat), Lloyd Webber (Cats, Evita, The Phantom of the Opera), Porter (Kiss Me, Kate) oder Sondheim (A Little Night Music) zu hören.

Er gestaltete die Rolle des Antonio bei der Uraufführung in Brigitte Fassbaender und Stephan Kanyars Shylock! und moderierte und sang die Konzertreihe Musical meets Opera der Rotterdam Philharmoniker in De Doelen, Rotterdam.

Bachs Passionen, Mahlers Lied von der Erde, Orffs Carmina Burana, sowie andere große Konzertwerke gehören ebenfalls zu seinem vielseitigen Repertoire. Mit der Christus-Partie in der Matthäus Passion debütierte er in den USA in der DAR Constitution Hall in Washington DC.

 

Er war und ist an zahlreichen deutschen Opernhäusern und bei Festivals zu Gast, wie z.B. an der Komischen Oper Berlin (Eisenstein, Fred Graham/Kiss Me, Kate, Silvius/Die Perlen der Cleopatra und Bratfisch in der europäischen Erstaufführung von Kálmáns Broadway Musical Marinka), Staatsoper Stuttgart (Pelléas, Papageno, Moralès), der Staatsoper Hannover (Pelléas, Danilo, Silvio), der Deutschen Oper am Rhein (Danilo), am Nationaltheater Mannheim (Papageno, Melot), an der Oper Frankfurt (Marullo), dem Richard-Strauss-Festival (Da-ud/Die Ägyptische Helena), der Münchener Biennale (Uraufführung Ramanujan), den Theatern in Dortmund, Bonn, Wiesbaden, Gießen, Koblenz, Bielefeld, Schwerin, Bremen, Wuppertal und an vielen anderen mehr.

Außerdem war er als erster lyrischer Bariton den Staatstheatern in Braunschweig und Darmstadt sowie dem renommierten Aalto-Musiktheater in Essen verbunden.

Internationale Verpflichtungen führten ihn zu den Bregenzer Festspielen in Kurt Weills Der Protagonist und Royal Palace, den Wiener Festwochen als Pelléas, an l'Opéra national de Paris - Opéra Bastille, l’Opéra comique Paris und l’Opéra national de Lyon (Uraufführung Lady Sarashina), Grand Théâtre de Genève (Uraufführung Galilée), das Tokyo Metropolitan Theatre (Eisenstein, Danilo), das Theater Basel (Papageno), die Staatsoper Budapest (Melot), Teatr Wielki - Polnische Nationaloper Warschau (Lady Sarashina), Nederlandse Reisopera (Figaro, Papageno, Cecil/Maria Stuarda, Maximilian/Candide, Merkur/Orpheus in der Unterwelt) sowie auf die Opern- und Konzertbühnen von Amsterdam, Brüssel, Antwerpen, Köln, Innsbruck, Luzern, Madrid, Barcelona, Lissabon, Kanazawa und Washington DC.

 

Er sang unter Dirigenten wie Adam Fischer, Lothar Zagrosek, Marc Albrecht, Stefan Soltesz, Yakov Kreizberg, Mstislav Rostropovitsch, Carlo Franci, Phillipe Auguin, Peter Eotvös, Helmuth Rilling, Koen Schoots, Peter Falk und arbeitete mit zahlreichen führenden Regisseuren, sowie Barrie Kosky, Dietrich W. Hilsdorf, Johannes Schaaf, Nicolas Brieger, Elmar Gehlen, Michael Sturminger, Georg Schmiedleitner, Hugh Hudson, Ushio Amagatsu, Guy Joosten und Frank Van Laecke. 


2019/'20 sang er den Eisenstein an der Oper Leipzig/MuKo, während sein Rollendebüt als Albin / Zaza in einer Neuproduktion von La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren) bei den Eutiner Festspielen und Auftritte als Conte Almaviva in Le nozze di Figaro in Tokio, Kawasaki und Kitakyushu infolge der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten.

In der Spielzeit 2021/'22 wird Peter Bording als Jupiter in Barrie Kosky's Inszenierung von Orpheus in der Unterwelt an der Komischen Oper Berlin sowie an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf zu erleben sein.

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